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Im Fokus: Nachhaltiger Kunsttransport

Thomas Schneider spricht auf dem Logistics Summit in Hamburg über nachhaltige Kunstlogistik

Hasenkamp setzt beim Klimaschutz vermehrt auf Team-Arbeit mit Museen, Galerien, Künstlern und Sammlern. Geschäftsführer Thomas Schneider warb jüngst auf Branchenveranstaltungen für diesen Ansatz.

Köln / Frechen, 27. Oktober 2022 – Das Ziel ist klar: Bis zum Jahr 2050 soll die Europäische Union (EU) klimaneutral sein. Europa wäre damit der erste Kontinent, der nur unvermeidbare Emissionen ausstößt und diese wenigen vollständig ausgleicht. Der Weg bis zu diesem Ziel ist lang, die Etappen und Abzweigungen sind weitgehend offen – sie müssen daher aktiv gestaltet werden. Seit mehreren Jahren passt das Kölner Speziallogistikunternehmen Hasenkamp sein Geschäftsmodell schrittweise den neuen Anforderungen an. Im Zentrum stehen nachhaltige Verbesserungen, die direkt auf die Transporte, die Lagerhaltung sowie die Verpackungsmöglichkeiten von Kunst- und Kulturgütern einwirken. 

Im Rahmen des Fachkongresses Logistics Summit in Hamburg sowie der Jahresversammlung des Bundesverbands Deutscher Galerien und Kunsthändler e.V. (BVDG) in Köln appellierte Thomas Schneider, geschäftsführender Gesellschafter von Hasenkamp, an die Teilnehmer, die notwendigen Kraftanstrengungen gemeinsam zu verfolgen und sich dabei der wirtschaftlichen Kosten für den Klimaschutz bewusst zu sein. 

„Vieles, was notwendig und wünschenswert wäre, ist heute noch nicht möglich oder ökonomisch sinnvoll. Allein Ladesäulen für E-LKW sind schlichtweg in der Fläche nicht vorhanden. Zur Erreichung der Klimaziele braucht es auf allen Ebenen der Branche eine mutigere, technologieoffene Innovationsfreude. Wir können sofort an verschiedenen Stellschrauben drehen – müssen etwaige Mehrkosten dann aber auch gemeinsam tragen“, sagt Thomas Schneider. Eine deutlich nachhaltigere Kunstlogistik sei daher heute schon möglich, so das vielbeachtete Credo Schneiders vor dem Fachpublikum.

Optimierungen durch Digitalisierung und geschlossene Materialkreisläufe

Vor gut zehn Jahren hat Hasenkamp sich verpflichtet, qualitäts-, umwelt-, und energierelevante Ziele zu verfolgen und das Unternehmen fortlaufend zu verbessern. Dieser ISO-zertifizierte Prozess wird jährlich von der Dekra überprüft. Wichtige Voraussetzung, um gegenüber öffentlichen Auftraggebern und Kunden die Bemühungen und entstehende Kosten transparent aufzuzeigen. Anhand von drei Bausteinen verdeutlichte Thomas Schneider den Zuhörern auf dem BVDG-Kongress die Aktivitäten von Hasenkamp:

Digitale Flottensteuerung

Zuletzt investierte das Unternehmen in die digitale Flottensteuerung, um die Kunstlogistik nachhaltiger aufzustellen. Die Disponenten sparen allein durch eine verbesserte Auslastung und Verminderung von Leerfahrten CO2-Emissionen von rund fünf Prozent ein. Erste Elektrofahrzeuge gehören mittlerweile zur Flotte und dienen vor allem im Kurzstrecken- und Stadtverkehr als emissionsfreie Transporter für Personal und Arbeitsmaterial.  

Geothermisch betriebene Kunstlager

Zweiter Baustein ist die Lagerhaltung: Hasenkamp ist seit gut 15 Jahren Pionier für geothermisch betriebene Gebäude. Die in passivbauweise entwickelten Kunstlager benötigen für die Energieversorgung allein Strom. Die modernsten dieser Lager beziehen diesen aus erneuerbaren Quellen oder speisen sich autark aus Fotovoltaikanlagen. Öl und Gas – Fehlanzeige. Trotz größerer Anfangsinvestitionen sparen die gut 100.000 Quadratmeter Lagerfläche durch den Verzicht auf fossile Energieträger auf lange Sicht Kosten – und ab dem ersten Tag CO2-Emissionen aus der Energieversorgung. 

Innovative Verpackungssysteme zur Miete

Den dritten Baustein stellen Verpackungen dar: Wo möglich, setzen die Kunstpacker von Hasenkamp nachhaltiges Verpackungsmaterial ein. Oder sie verzichten wie bei der Kistenversion Vario gänzlich darauf. Diese Kistenart bietet Hasenkamp in einem ökologisch wie ökonomisch effizienten Mietsystem an. Innerhalb der Hasenkamp Gruppe entwickeln seit Jahrzehnten Abteilungen für Forschung und Entwicklung sowie die firmeneigenen Manufakturen Verpackungssysteme für verschiedene Szenarien. Von der Bilderkiste bis zur Objektkiste – stets im Blick: Der Einsatz nachhaltiger Rohstoffe, ihre gezielte Wiederverwendung und -verwertung, um den Materialkreislauf zu schließen. 
Mit diesen Bausteinen – innovative Transportsysteme, ressourcenschonende Lager und effiziente Transporte – stellt Hasenkamp seine Kunstlogistik heute mit Blick in die Zukunft auf. Hasenkamp investiert und optimiert und zeigt damit, dass ein nachhaltigerer Kunsttransport auch schon heute möglich ist.

Über hasenkamp

Das 1903 gegründete Logistikunternehmen Hasenkamp wird in 5. Generation von den Inhabern Hans Ewald Schneider und Dr. Thomas Georg Schneider sowie von Ralf Ritscher geführt. Neben der Zentrale an der Kölner Stadtgrenze in Frechen verfügt das Familienunternehmen weltweit über mehr als 40 Standorte. Rund 1.000 Mitarbeiter legen Hand an, wenn es um die Planung, den Transport und die Lagerung von sensiblen und hochwertigen Gütern geht. Heute stützen sich Tradition und Innovation bei Hasenkamp auf einen regelmäßig auditierten DIN- und ISO-zertifizierten Qualitäts-, Umwelt- und Energiemanagementprozess. Dieser weist den Weg des Unternehmens in eine nachhaltige Zukunft. Hasenkamp gliedert seine Aktivitäten in vier Geschäftsbereiche: Fine Art, Relocation, Archivdepot und Final Mile Services.

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Benjamin Pauwels
Tel.: +49 2234 104 139
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